Gastbeiträge und Rezensionen
Michael Kunze, der große deutsche Textdichter (Phantom der Oper, Cats, Aida, Jesus Christ Superstar, u.v.a.) schrieb mir zu meiner CD 'Wilde Gärten':
Lieber Peter, ich gratuliere Dir zu diesem wunderschönen Strauß bunter Chansons, verpackt in einer schimmernden Klarsichtfolie aus Musik. Deine poetischen Texte sind voll einprägsamer Bilder. Ich bewundere den Reichtum Deiner Sprache und die Farbenfreude Deiner Lyrik. Die Melodien und Arrangements wirken frisch, hell, und bezeugen unverkrampft Deine unglaubliche Musikalität.
Du gehörst nach wie vor zu den ganz Großen in diesem gefährdeten Genre. Deine Stimme klingt reifer, ausdrucksstarker als früher, hat aber immer noch das unverkennbare warme Timbre, das Dich unverwechselbar macht... Chapeau!...
Leipziger Volkszeitung vom 08.02.2008
Zurück vom Planeten Meditationsmusik strotzt Peter Horton auf „Wilde Gärten“ (Solo Musica) nur so vor poetischer Power und kraftvoller Musikalität. Wie in seinen Anfangstagen lässt es der einstige Wiener Sängerknabe, Dozent und Mitstreiter von Größen wie David Bowie und Placido Domingo sprießen und fließen, wärmt Herz und Seele, wagt den sinnstiftenden Gegenentwurf zu verbiesterter Kritik von Tagespolitik. Seine vielschichtigen Klangwelten ließ der Gitarrenvirtuose diesmal von Meisterarrangeur Enrico Coromines ausschmücken. Er selbst steuert die vielleicht schönsten Kompositionen seiner Karriere sowie beeindruckenden Sprachreichtum bei und macht die Scheibe so zur perfekten Einstimmung auf den Frühling.
Amazon Kunden-Rezension zum neuen Album "Wilde Gärten"
von Angelika Fried, Gladbeck
"Wilde Gärten" - das ist all das, was in uns an Gefühlen, Träumen, Zärtlichkeiten und Verletzlichkeiten in mannigfaltiger Weise verwurzelt ist, gedeiht und sich durch unser Dasein windet. Peter Hortons Lieder sind wahrhaftig eine Hommage an die "Reichtümer der 'Wilden Gärten' des Menschlichen" in uns!
Sie singen vom Glück der Liebe und ihren Zärtlichkeiten in tiefsinnigen Metaphern, die sich jedem Zuhörer erschließen, der sich dem anspruchsvollen Wort öffnet und wirklich zu-hören kann, jedem, der die Sprachseide des Poeten und Philosophen Peter Hortons für sich begreifen kann.
Wie ein roter Faden webt sich die allumfassende Liebe durch Peter Hortons Lieder als Mut machende Kraft, die Liebe zu allen Wesenheiten, die Liebe zur Natur, zur Erde, die uns in Verantwortung nimmt: "Sei gut zu dir, das ist gut für dich, sei gut zur Erde, das ist gut für mich." ("Gut zur Erde")
Voller Seelenbilder des Schönen schildert "Trinken unsre Träume" den Glauben an die gute Zukunft, beschreibt "Ein Mensch, der liebt" eben diesen Menschen in zahlreichen Bildern und spiegelt "Mein Vater" sehr ehrlich die Sohn-Vater-Beziehung des Künstlers wieder. "Vater Staat" ("...dir fehlt die Mutter") hinterfragt äußerst kritisch die Maschinerie des Staates. In dem Lied "Ich bin der Engel" dürfen wir uns geborgen in der liebenden Energie unseres Schutzengels fühlen ("...der Engel, der die Stille pflegt und dich nachts in wunderbare Welten trägt").
Der große Gitarrist Peter Horton ist in dem Instrumentalstück "Caress" zu hören. Wer die begleitenden Worte im Booklet dazu liest, ahnt, wieviel Zärtlichkeit und Glaube an die Ewigkeit darin verborgen ist.
Natürlich lebt "Wilde Gärten" auch von den teils kraftvollen, teils behutsamen Arrangements, die in ihrer Vielschichtigkeit der Instrumente, Begleitstimmen und Rhythmik überzeugen.
Das farbenfroh gestaltete Booklet unterstreicht das Thema "Wilde Gärten" ebenso einzigartig wie die jedes Lied begleitenden Aphorismen des Künstlers, der schöpferisches 'Philotainment' mitgestaltet und pflegt.
"Wilde Gärten" - eine traumhaft schöne CD - ein großes Lob und ein dickes Dankeschön an den Künstler Peter Horton, der dieses Kunstwerk in Wort, Musik und Bild geschaffen hat!
Peter Horton – Virtuose der Innerlichkeit
von Markus M Kauffmann, Berlin, Kulturkorrespondent
In wenigen Minuten herrscht im Saal ein Zustand tiefster Vertrautheit, Intimität. Ist es seine virile und sanfte Stimme, ist es die im ruhigen Plauderton gehaltene Moderation, sind es die farbigen Klänge einer virtuos gegriffenen Gitarre oder die sinnlich–sinnigen Texte voll zärtlicher Poesie, gesungen und erzählt?
Das alles wäre schon weit mehr als einem üblicherweise geboten wird; aber es erklärt noch nicht den unnachahmlichen Zauber eines Horton–Abends. Hinter allem steht – ein Mensch; ein denkender, sinnender, fühlender Mensch voller Liebe; ein Ästhet – von der weißen Locke bis zur Fingerhaltung am Griffbrett; ein Literat von Graden und ein Philosoph.
Horton komponiert seine Stücke, schreibt seine Texte, inszeniert seine Auftritte – als Gesamtkunstwerk, durchdrungen von der glühenden Botschaft, menschliche Wärme, Frieden und Harmonie zu verbreiten. Er macht Stimmung für die Kraftlinien zwischen dem Ich und dem Du. Ein Virtuose der Innerlichkeit. An einem solchen Abend zerstreut man sich nicht, sondern sammelt sich; man verliert sich nicht, sondern findet zu sich selbst; man lacht, weint, sinnt und staunt. Einmal furios, einmal meditativ, immer ein beinahe fernöstliches, ein inneres Lächeln in den Augen.
Hortons Intensität, emotional und gedanklich, reich an Klangfarben und Wortbildern, beweist, wie spannend Entspannung sein kann. Und er zeigt, daß Haltung und Unterhaltung keine Gegensätze sind. That’s Entertaninment – That's Philotainment.