Konzertkritik Augsburg Parktheater

Gepostet am Dez 18, 2013

Träumer, Musiker, Poet

Peter Horton im Parktheater Von Claudius Wiedemann

Peter Horton ist Liedermacher und Entertainer. Seine Markenzeichen sind eine voluminöse sonore Stimme und eine grenzenlos positive Ausstrahlung. Sein Dialekt weist ihn als Österreicher aus. Seit über fünfzig Jahren steht er vor Publikum, das ihn bis heute schätzt. So auch jetzt bei seinem Konzert im Parktheater.

Einfach in eine Schublade lässt sich der Grandseigneur des Chansons nicht schieben. Macht ihn sein Duktus zum Österreicher, so ist er genauso Weltenbürger: zu Hause, wo er seine Lieder präsentiert, im Fernsehen, auf einem amerikanischen Flugzeugträger, im Gögginger Parktheater. Stets gibt er sehr viel von seiner Persönlichkeit preis. Passend heißt sein aktuelles Programm „Personalissimo“.

Im silberfarbenen Anzug auf einem Hocker, die Gitarre umgehängt und einige Takte gezupft, schon sind die Zuhörer eingetaucht in eine poetische Welt. Begleitet wird Horton vom virtuos spielenden Schlagzeuger Andreas Keller. Thematisch spannt er den Bogen von der Polarität zwischen Mann und Frau bis hin zum Ergriffensein magischer Orte. „Ich bin ein Träumer, du bist der Traum. Ich bin Poet, du bist meine Poesie.“

Horton hat einen klaren Blick für anschauliche Metaphern, egal ob er von seinem Vater oder dem Zauber eines Gartens singt. Das begeisterte Publikum nahm ihm nicht nur sein Lied zum Schluss als Ausdruck seiner Persönlichkeit ab, als er in österreichischem Tonfall anstimmte: „I bin a Musiker. Und mei Herz is a Gitarrn mit 1000 Saiten.“